Ein 48-jähriger Mann aus Deutschland fuhr am 04.09.2020 mit dem Zug von München nach Scharnitz. Von Scharnitz aus startete der Alpinist seine Bergtour durch das Karwendelgebirge und wollte am nächsten Tag wieder mit dem Zug nach München heimkehren. Am 05.09.2020, gegen 14:00 Uhr, teilte er seiner Frau telefonisch mit, dass er über einen markierten Steig durch das Vomperloch bis nach Vomp absteigen würde und mit dem nächsten Zug bis 23:00 Uhr in München sein würde. Da der Alpinist mehr Zeit für den Abstieg benötigte als gedacht, übernachtete er noch einmal im Bereich „In der Au“ bei einer Jagdhütte. In diesem Bereich hatte der 48-Jährige keinen Handyempfang und konnte seine Ehefrau nicht mehr anrufen. Sie erstattete daher bei der Polizei in München die Anzeige über die Abgängigkeit ihres Ehemannes, da er nicht wie vereinbart nach München zurückkam. In den frühen Vormittagsstunden des 06.09.2020 wurde die Suchaktion nach dem Alpinisten organisiert. Schlussendlich konnte der Mann im Bereich Vomperloch gegen 10:50 Uhr von den Einsatzkräften unverletzt angetroffen werden. Der 48-Jährge wurde von der anwesenden Bergrettung aus dem Vomperloch begleitet und anschließend nach Schwaz gebracht, von wo er mit dem Zug nach München heimfuhr.

Ein weiterer 40-jähriger Mann aus Deutschland wurde am 5.9.2020, gegen 23:00 Uhr, von seiner Ehefrau bei der Polizei in München als abgängig gemeldet, da er sich nach seiner 2-tägigen Bergtour nicht wie vereinbart bis 20:00 Uhr gemeldet hat. Der Mann fuhr am 04.09.2020 mit seinem Personenkraftwagen von München nach Hinterriß – Eng Alm und startete von dort aus seine Tour. Der 40-Jährige war alleine unterwegs und führte kein Handy mit. In den frühen Vormittagsstunden des 6.9.2020 wurde die Suchaktion nach dem Abgängigen gestartet. Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse waren nur bedingt Suchflüge im besagten Bereich möglich. Mehrere Teams der Bergrettung stiegen zu Fuß auf und suchten die Bereiche Hochglückkar, Zwerchloch, Vomperloch, Huderbank und den Bereich der Lamsenspitze ab. Die Suchaktion musste um 17:40 Uhr jedoch wegen des schlechten Wetters erfolglos abgebrochen werden. Die Suchaktion wird am 07.09.2020 fortgesetzt, sobald es die Witterungsverhältnisse wieder zulassen.

An beiden Suchaktionen, welche das gleiche Suchgebiet umfassten, nahmen der Polizeihubschrauber, die Alpinpolizei und insgesamt 30 Einsatzkräfte der Bergrettungen Schwaz, Hall in Tirol und Achenkirch teil.

Text: LPD Tirol
Foto: ZOOM.Tirol