In den frühen Morgenstunden des 23. Juli 2020 betrat ein vorerst unbekannter Täter eine Tankstelle in Eugendorf, entnahm aus den Regalen drei Artikel und begab sich damit zum Verkaufspult. Der anwesende 55-jährige Angestellte scannte gerade die Waren, als der Täter eine schwarze Pistole aus der Bekleidung zog, ihn damit bedrohte und Bargeld aus der Kasse forderte. Der Angestellte legte daraufhin für den Täter einige Geldscheine auf das Pult. Dieser nahm das Geldbündel und schob es in seine Jackentasche. Anschließend flüchtete der Täter zu Fuß in Richtung Eugendorf und versteckte sich auf einem nahgelegenen Parkplatz, von wo aus er das weitere Geschehen an der Tankstelle beobachtete. Der 55-jährige Angestellte wurde nicht verletzt, drückte den Alarmknopf und verständigte telefonisch die Polizei. Als der Täter wahrnahm, dass die Polizei am Tatort eintraf, wählte er selber den Polizeinotruf und gab an, dass er gerade den Raubüberfall verübte und sich stellen möchte. Zudem gab er seinen Standort bekannt. Eine sofort am Aufenthaltsort des 21-jährigen österreichischen Tatverdächtigen eintreffende Polizeistreife nahm ihn widerstandslos fest. Die Raubbeute in Höhe eines geringen dreistelligen Eurobetrages, sowie die verwendete Waffe wurden bei dem 21-Jährigen sichergestellt. Bei der Vernehmung durch Ermittler des Landeskriminalamtes Salzburg legte er ein umfassendes Geständnis ab. Als Motiv gab er an, seit Februar 2020 arbeitslos zu sein und aufgrund seiner tristen finanziellen Situation den Raubüberfall alleine verübt zu haben. Die Waffe, eine Gaspistole hatte er sich bereits vor einem Jahr gekauft. Nach der Vernehmung wurde der Täter auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Salzburg in die Justizanstalt Salzburg überstellt.

Text: LPD Salzburg